Vielleicht kennen Sie das Kreuz im Zusammenhang mit der Kreuzigung Jesus Christus und als Symbol des Christentums. Diese Symbolik ist eine der weitverbreitetsten in unserer abendländisch geprägten Kultur und fest in unseren Alltag verwoben. Selbst wenn Sie kein regelmäßiger Kirchgänger sind, begegnet Ihnen das Kreuz trotzdem an vielen öffentlichen Orten: Zum Beispiel auf dem Friedhof oder am Straßenrand, um die Stelle zu markieren, an der jemand während eines Unfalls verstorben ist oder in Schmuckform in einem Juweliergeschäft. Dort finden Sie unter anderem so außergewöhnliche Dinge wie Olivenholzkreuze.
Neben der christlichen Bedeutung wurde das Kreuz jedoch auch schon in sehr viel früheren Zeiten als Symbol verwandt. Sogar in der Steinzeit haben Menschen schon Kreuze in die Wände der Höhlen geritzt. Interessant wird es, wenn man Aussagen aus beispielsweise der ägyptischen Tradition mit der Kreuzsymbolik kombiniert: In Ägypten glaubte man, dass der Himmel durch vier Säulen gestützt wird. In Kombination mit dem Kreuz ergibt sich daraus eine Pyramide, ein räumliches Kreuz. Die Pyramide steht für den Himmel. Somit zeigt sie alle möglichen, erfahrbaren Himmelrichtungen an und deutet gleichzeitig auf den Himmel. Somit stellt sich auch eine Verbindung zu den Wissenschaften der Nautik und der Astronomie dar. Denn wenn es um die zu erforschenden Sphären geht, die sich in alle Himmelrichtungen erstrecken, stehen diese beiden Wissenschaften dabei wohl an erster Stelle. Darüber hinaus diente es nicht nur als Symbol dieser Wissenschaften, sondern das Kreuz wurde auch konkret als Instrument in ihnen eingesetzt. Dies ist wohl so, da es mit dem Nautischen Dreieck verwandt ist, das als Werkzeug der sphärischen Astronomie diente. Erst später wurde als Symbol des Christentums herangezogen.

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